Vedische Sternzeichen

Neben der bei uns üblichen abendländischen Astrologie ist das aus Indien stammende vedische Horoskop eine der ältesten und renommiertesten Formen der Sterndeutung.

Die Interpretation der Konstellationen von Himmelskörpern hat in vielen Kulturkreisen Tradition. Auch auf dem indischen Subkontinent begann man schon früh, die Positionen von Planeten mit den Geschehnissen auf Erden zu verknüpfen. Diese Lehre bezeichnet man als vedische oder siderische Astrologie.

Im Sanskrit, der altindischen Schriftsprache, trägt diese Form der Astrologie den Namen „Jyotisha“, was sich mit „Lehre vom Licht“ übersetzen lässt. Der Hauptunterschied zur abendländischen Astrologie besteht darin, dass die indischen Tierkreiszeichen an Sternbilder gebunden sind. Sie ziehen mit den Sternzeichen weiter und verändern sich rund alle zehn Jahre. Eine besondere Rolle kommt auch dem Mond und den Mondknoten zu.

Gegenwärtig gibt es in der vedischen Astrologie die im Anschluss angeführten Sternzeichen. Diese werden sich allerdings im Zuge der nächsten Jahre verschieben und müssen neu berechnet werden. Aus diesem Grunde sind hier Anfang und Ende ihrer Phase mit zwei Tagen angegeben. Der Name „vedische“ Astrologie leitet sich übrigens von der Veda ab, der wichtigsten Sammlung religiöser Schriften im Hinduismus.

Mesha (13./14. April – 13./14. Mai)

Mesha ist in seinem Wesen mit unserem Widder vergleichbar. Diese Leute sind dynamisch, ehrgeizig, zielstrebig und selbstbewusst. Sie sind mutig und nehmen jede Herausforderung an. Manchmal überschreitet ihr Ehrgeiz jedoch die Grenze zur Rücksichtslosigkeit. Läuft es nicht nach Wunsch, verlieren sie rasch die Geduld und können auch aggressiv werden. Diese negative Eigenschaft machen sie aber mit viel Leidenschaft wett.

Vrishaba (13./14. Mai – 14./15. Juni)

Vrishaba entsprechen unserem Stier und sind Menschen, die als besonders treu, loyal und aufrichtig gelten. Sie sind privat wie beruflich verlässlich und verfolgen ihre Ziele sehr ausdauernd. Einen besonderen Wert legen sie auf Sicherheit und Geborgenheit. Dazu gehören auch ein geregelter Alltag sowie ein finanzielles Ruhekissen. Leider fehlen ihnen Spontaneität und Improvisationstalent.

Mithuna (14./15. Juni – 15./16. Juli)

Dieses Sternzeichen ist mit unserem Zwilling vergleichbar und gilt als unruhig und ruhelos. Mithuna-Geborene müssen permanent in Bewegung sein und können nicht stillsitzen. Sie sind intelligent, gebildet und sprachbegabt. Überhaupt sind sie sehr redegewandt und kommunikativ, haben aber auch eine kreative und künstlerische Ader. Leider fällt es ihnen nicht leicht, sich auf eine einzige Sache zu konzentrieren …

Kataka (15./16. Juli – 16./17. August)

Kataka entspricht unserem Krebs und ist ein sehr emotionales Geschöpf. Diese Menschen lieben bedingungslos und wollen geliebt werden. Erst mit Partnern fürs Leben fühlen sie sich sicher und sind glücklich. Anderenfalls kommt ihre Unzufriedenheit in einem starken Pessimismus zum Ausdruck. Und sie ziehen sich von anderen und vom sozialen Leben zurück. Dann brauchen sie jemanden, der ihn die schönen Seiten des Lebens zeigt.

Simha (16./17. August – 16./17. September)

Simha-Geborene sind mit unseren Löwen vergleichbar und gelten als agil und selbstbewusst, aber auch als großzügig und warmherzig. Sie wissen nur zu gut um ihre Qualitäten und stellen diese auch gerne zur Schau. Entsprechend gerne stehen sie auch im Rampenlicht. Bisweilen wird dieser Charakterzug als Eitelkeit und Selbstverliebtheit, ja sogar Arroganz betrachtet. Dennoch sind sie friedvoll und haben ein gutes Herz.

Kanya (16./17. September – 16./17. Oktober)

Wie Jungfrau im abendländischen Horoskop gilt Kanya als absoluter Perfektionist. Er legt großen Wert auf Ordnung und ist immer bemüht, nicht die Kontrolle zu verlieren. Seine pedantische und mitunter etwas zu kritische Art stellt die Geduld seiner Umgebung jedoch oft auf eine harte Probe. Andererseits schätzt man ihn wegen seiner Vernunft und seiner Verlässlichkeit sowie seines Fleißes und seiner Sorgfalt.

Thula (16./17. Oktober – 15./16. November)

Thula ist mit unserer Waage vergleichbar und ein ebenso charmantes wie optimistisches Wesen. Diese Menschen haben einen ausgeprägten Sinn für Ästhetik und gehen stilsicher durchs Leben. Sie haben aber auch ein großes Bedürfnis nach Frieden und Harmonie. Wegen ihrer notorischen Unschlüssigkeit stehen sich diese Leute allerdings auch oft selbst im Wege. Diese rührt vor allem vom Bestreben, es allen rechtzumachen …

Vrishika (15./16. November – 15./16. Dezember)

Das Sternzeichen Vrishika entspricht unserem Skorpion und gilt als ausgezeichneter Menschenkenner. Dieser Zeitgenosse durchschaut sein Gegenüber und dessen Absichten im Nu und kann jede Lage messerscharf analysieren. Er ist klug und intelligent, aber auch äußerst misstrauisch. Wenn er aber jemanden in sein Herz geschlossen hat, dann ist er ein ebenso treuer wie loyaler Partner und Freund.

Dhanur (15./16. Dezember – 14./15. Januar)

Dhanur ist mit unserem Schützen vergleichbar und der Inbegriff von Zuversicht und Lebensfreude. Seine positive Haltung färbt auch auf die Menschen in seiner Umgebung ab. Dieser Freigeist hält nicht viel von Regeln und hat nicht selten ein Problem mit Autoritäten. Davon abgesehen ist er aber offen, ehrlich, tolerant, gutmütig und warmherzig. Das wissen seine Freunde ebenso zu schätzen wie seine Partner.

Makara (14./15. Januar – 12./13. Februar)

Wie unser Steinbock ist auch das Sternzeichen Makara ein Workaholic, für den die Karriere einen extrem hohen Stellenwert hat. Entsprechend ehrgeizig, zielstrebig und ausdauernd ist dieses Tierkreiszeichen. Beruflicher Erfolg und finanzieller Wohlstand sind Dinge, auf die es niemals verzichten könnte. Dabei sind ihm Familie und Freunde ebenfalls äußerst wichtig, wenngleich es ihm nicht leichtfällt, das auszudrücken.

Kumdha (12./13. Februar – 13./14. März)

Kumdha gilt wie der Wassermann in der abendländischen Astrologie als der Paradiesvogel unter den Sternzeichen. Für diesen ebenso schrillen wie bunten Freigeist haben persönliche Freiheit und Unabhängigkeit einen besonders hohen Stellenwert. Daher fällt es dem leidenschaftlichen Abenteurer auch nicht so leicht, Verantwortung zu übernehmen. Wenn es einmal eng wird, dann sucht dieser Exzentriker lieber das Weite.

Meena (13./14. März – 13./14. April)

In seinem Wesen entspricht das Sternzeichen Meena unseren Fischen. Es ist sehr gefühlvoll und verfügt über eine überbordende Fantasie. Das sorgt oft dafür, dass es sich in eine Traumwelt zurückzieht und den Bezug zur Realität verliert. Ein fast naiver Glaube an das Gute im Menschen macht Meena oft zum Opfer unredlicher Zeitgenossen. Sensibel und verletzlich, wie dieses kreative Geschöpf ist, ist es dann oft enttäuscht und gekränkt.